Stempel reinigen? Nein danke!

Das war ein langer Weg *lach*
Ich mag saubere Stempel und finde das reinigen nach dem benutzen hat was Meditatives.
Stempel mit Stempelreiniger einbatschen oder einsprühen, mit dem Mikrofasertuck drüberstreicheln, sicherstellen dass es dem Stempel gut geht, ihn vom Acrylblock ablösen und wieder dort versorgen wo er hingehört. Damit ich ihn möglichst wiederfinde 🙂
Gleichzeitig auch ein wenig Grummel weil ein sauberer Abdruck mit Distress Ink hmpfzig Schichten und Abdrücke braucht.
Ist schon ein Zeitverlust wenn man zehn mal stempeln muss, mit dem MISTI klappt das, ja. Mühsam ist es dennoch.

Tim Holtz reinigt seine Stempel nicht, ich dachte eigentlich immer dass er, hat er doch ein unendliches Quell an Ersatz, einfach einen neuen Stempel nimmt wenn einer unbrauchbar geworden ist.
So wird er das auch handhaben, schliesslich ist er Creative Director bei Ranger.
Und bestimmt hat er seine Stempel nicht so lieb wie manche von uns die Unseren.
Nicht dass er seine Materialien nicht gern hat, nein. Für ihn wird halt eher das Motiv zählen denn exakt genau dieser eine Stempel den er in der Hand hat.
ich höre ihm gern zu, kritisch zwar aber man lernt enorm viel über die Ranger-Produkte was ja nur hilfreich sein kann.
Ich muss ihm insofern Recht geben, dass Stempelreiniger für Stempel nicht so wirklich Sinn macht.
Gibt Ausnahmen, dazu komme ich später noch.
Stempelreiniger ist ölig.
Öl und Wasser… kennen wir 😀
Distress Ink ist wasserreaktiv, die Tinte ist auf Wasserbasis.
Kommt nun Distress Ink auf einen öligen Stempel KANN das NICHT einfach so funktionieren, das geht nicht.
Ergo brauchen wir x-Stempelabdrücke um ein sauberes Resultat zu bekommen.

Also habe ich den Rat von Herrn Holtz angenommen und verzichte (in der Regel) auf Stempelreiniger. Ja ich mache die Stempel sogar absichtlich „schmutzig“.
Und zwar mit Archival Ink.

Stempelreiniger? Nein danke. Ausser... Ein Beitrag von worteaufpapier.ch

Archival Ink auf mein nigelnagelneues Atömchen-Stempelchen.

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Stempeln und…

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…mit einem fuselfreien! Tuch / Lumpen abtupfen.
Fertig.

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So kommt mein nun nicht klinisch-reines Stempelchen an seinen Platz.
Tinte auf Wasserbasis wird wesentlich! besser haften, die Anzahl nötiger Stempelabdrücke minimiert sich drastisch.
Wirklich.
Dem Stempel schadet es auch nicht.

Natürlich gibt es Ausnahmen 😀
Ich würde niemals! damit auf ein weisses Stempelkissen. Weiss ist sehr speziell. Immer.
Und ich kann verschmutzte Stempelkissen echt nicht ausstehen *lach*
Grosse Ausnahme ist auch das Embossingstempelkissen. Da rede ich leider aus Erfahrung. Nicht nur dass das Embossingstempelkissen versaut war, naaaain! Ich wollte tatsächlich mit durchsichtigem Embossingpulver arbeiten. Das Resultat kann man sich vorstellen… jetzt könnte ich mich kugeln vor lachen über meine Unüberlegtheit, damals fand ich das soooo witzig nicht.

Ich mach’s bei meiner Stempelei einfach so:
Ich lassen das Archival Ink dran weil ich eh meist mit Distress Ink arbeite.
Bitzeli Wasser sprühen, drüberwischen (unbedingt fusselfreies Tuch nehmen! Die Photopolymerstempel kleben anständig und lieben so Fusselzeugs!), passt.
Will ich embossen oder mit weissen / nicht auf Wasserbasis- Stempelkissen arbeiten, putze ich den Stempel, bevor ich loslege mit Stempelreiniger und putze das Archival Ink Zeugs weg.
Ganz einfach 🙂

Fuselfreie Tücher sind auch so eine Sache.
Meins ist eine zerschnittene „Funktions-Herrenunterhose“ aus dem Aldi *kicher*

Danke fürs lesen,
sonnige & liebe Grüsse,
Conny